Vampyr

Startseite­Portal­Galerie­FAQ­Suchen­Mitglieder­Nutzergruppen­Anmelden­Login
Austausch | 
 

 Elisabeth Bathory - die Blutgräfin

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
Elizabeth



Anzahl der Beiträge: 1
Anmeldedatum: 04.11.09

BeitragThema: Elisabeth Bathory - die Blutgräfin   Mi Nov 04, 2009 6:14 pm

Wikipedia:
Elisabeth Báthory war eine Tochter des adeligen Militärs Georg Báthory von Ecsed (ung.: Báthory György) und der Anna Báthory von Somlyó, der älteren Schwester des regierenden polnischen Königs Stephan Báthorys (ung.: Báthory István). Dabei war Georg der dritte von vier Ehegatten der Anna Báthory.
Sie wuchs in Ecsed auf und lernte Latein und Griechisch. 1571 wurde sie mit elf Jahren mit dem 11 Jahre älteren Franz Nádasdy verlobt. Dessen Mutter Ursula hatte zwei Jahre vorher Schloss Čachtice
als Mitgift für ihn gekauft und starb im Jahr der Verlobung. Die
Hochzeit zwischen den beiden fand am 9. Mai 1575 statt, als sie 15 und
er 26 Jahre alt war. Báthory änderte ihren Nachnamen in
Báthory-Nádasdy.
Das Paar Báthory-Nádasdy wohnte auf Burg Čachtice (ungar. Cséjthe) zwischen Piestany und Neustadt an der Waag in der Gegend von Neutra (ungar. Nyitra, slowak. Nitra). Franz war oft außer Haus und kämpfte als Kommandant im königlichen Ungarn gegen die Osmanen.
Elisabeth Báthory führte den Haushalt der Burg. Sie verwaltete das Erbe der Kanizsay und der Nádasdy für ihren Mann. Das Königreich Ungarn unter Herrschaft des Hauses Habsburg verschuldete sich zur Finanzierung des Krieges hoch bei den Nádasdy.
1585 gebar Báthory im Alter von 25 Jahren ihr erstes Kind, die Tochter
Anna. Ein Gemälde von Báthory wurde im gleichen Jahr gemalt. 1586 bis
1594 bekam sie Ursula und Andreas, die beide als Kinder starben, und
danach Katharina. Báthory war bereits 38 Jahre alt, als 1598 der Sohn
Paul, Haupterbe des Paares, geboren wurde.
Schließlich starb Franz am 4. Januar 1604 an seiner Krankheit, und
Báthory erbte dessen gesamtes Vermögen. Nachdem sie 1605 auch ihren
Bruder Stephan beerbt hatte, ballte sich große Macht in ihrer Hand. Sie
besaß Lehen, Güter und Immobilien von Transsylvanien bis hinein nach
Österreich, hauptsächlich aber in Nord-Ungarn.

Auf Befehl des habsburgischen Königs Mathias II. (ung. Mátyás) von Ungarn stürmte und durchsuchte Graf Georg Thurzo von Bethlenfalva (* 2. September 1567, slow.: Juraj Thurzo, ung.: Thurzó György), seit 1609 Palatin
von Ungarn und Vetter von Báthory, am 29. Dezember 1610 die Burg
Čachtice. Báthory wurde wegen vielfachen Mordes an Dienerinnen 1611
unter Hausarrest gestellt. In Bitcse
wurden zwei Prozesse abgehalten, je einer in Ungarisch und in Latein.
Da man daran Báthory selbst weder teil-, noch irgendwie dazu Stellung
nehmen ließ, bestand der Prozess nur aus der Vernehmung von
Mitangeklagten und Zeugen. Erstere waren diverse Diener(innen) der
Gräfin.

König Matthias verlangte das Todesurteil gegen die Gräfin Báthory,
doch stimmte Thurzo dem nicht zu. Báthory wurde in einem kleinen Zimmer
auf ihrer Burg Čachtice bis zu ihrem Lebensende eingemauert. Danach
hatte sie nur durch ein kleines Loch in der Mauer Kontakt zur Außenwelt.
Ende Januar 1611 wurde Báthory von Georg Drugeth
von Homonna, der Erbansprüche geltend machte, aufgesucht. Am 8. Oktober
gab es ein Treffen der beiden Erben, bei dem die Aufteilung des Erbes
diskutiert wurde. Am 31. Juli 1614 machte Báthory ihr Testament, das
eine gleichmäßige Aufteilung ihres Eigentums unter ihre Kinder vorsah
und Paul als Stammhalter einsetzte. Am 18. August verhandelten Paul und
Homonna um das Erbe. Báthory starb am 21. August in ihrer Zelle und
wurde am 25. November in der Kirche zu Čachtice beigesetzt.

----------------

Die Prozessunterlagen schildern, dass Báthory viele Mädchen auf ihre
Burgen gelockt hat, um sie dort auf vielfache Weise nackt zu Tode zu
foltern. Nach den Prozessakten hat Thurzo sofort nach Betreten der Burg
Čachtice die ersten Mädchenleichen gefunden. Báthory und ihre
Diener(innen) haben laut den Aussagen folgende Foltermethoden
praktiziert: Fesselung, Schläge und Auspeitschung bis zum Tode,
Schnitte mit der Schere, Stiche mit Nadeln, Verbrennungen mit heißem
Eisen und Wasser, Übergießen mit Wasser im Frost, brennendes Ölpapier
zwischen den Zehen, Ohrfeigen und Messerstiche.

Dorothea sagte aus, von 36 getöteten Mädchen zu wissen. Eine andere
Zeugenaussage beinhaltet die Existenz eines Tagebuches der Báthory, in
dem die Tötung von 650 Mädchen beschrieben sei. Dieses Buch ist bis
dato unpubliziert. Eine weitere Zeugin gab an, auf Schloss Sárvár seien
ihres Wissens über 80 Mädchen getötet worden.

Michael Farin,
der als Herausgeber der aktuellen deutschsprachigen Quellensammlung zu
Báthory sowohl die zeitgenössischen Quellen als auch die Entstehung der
späteren Báthory-Legende dokumentiert hat, hält die historische Báthory
nicht für unschuldig, ebenso György Pollák.

Eine Variation dieser Auffassung besagt, dass Báthorys Verhalten
lediglich exzessiver war als das anderer Hochadliger. Sie sei
demzufolge nur angeklagt worden, weil sie sich nicht mit Bauernmädchen
begnügte, sondern schließlich auch Mädchen aus dem niederen Adel
Ungarns umbrachte, darunter die Sängerin Helene (ung. Ilona) Harczy,
die sie in Wien kennengelernt hatte.
Nach oben Nach unten
Nutzerprofil anzeigen
 

Elisabeth Bathory - die Blutgräfin

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1

Forenbefugnisse:Sie können in diesem Forum nicht antworten
Vampyr :: Über Vampire :: Wissenswertes-